Der Traum vom Leben

„Eine afrikanische Odyssee“

Über zehn Jahre ist es her, dass Fotojournalist Markus Matzel vom SOA gemeinsam mit dem heutigen Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer die lange Reise von Ghana mit den afrikanischen Flüchtlingsbewegungen durch die Wüste nach Europa unternommen hat, begleitet durch John Ampan aus Ghana, einem ehemaligen Flüchtling, der gemeinsam mit den zwei Journalisten seine persönliche und äußerst beschwerliche Reise rekonstruiert hat. Die Reportage „Eine afrikanische Odyssee“ wurde 2007 mit dem Erwin Kisch Preis honoriert und ist zudem beim Fischer-Verlag als ausführlichere Buchversion untern dem Titel „Der Traum vom Leben. Eine afrikanische Odyssee“ erschienen.

Das Thema ist heute so brisant und aktuell wie noch nie. Auch wenn wir hier in Deutschland momentan vor allem Syrien und die Flucht über die Türkei und Balkan Staaten im Blick haben, rührt eben diese Schilderung einer gefährlichen Reise an denselben Themen von Lebensgefahren, Entbehrungen und Beleidigungen, die ein Flüchtling auf sich nimmt, um in das Gelobte Land zu gelangen. Sei es aus Afrika oder aus Syrien. In Brinkbäumers Erzählung, die durch eine prägnante Mischung aus Klarheit und Empathie überzeugt, werden viele verschiedene Aspekte der Flüchtlingskrise beleuchtet: Die afrikanischen Träume und realen Albträume, sowie die europäischen Ängste um die eigene Sicherheit und den Wohlstand. Brinkbäumers Geschichte, zusammen mit Matzels Fotos, gibt der menschlichen Tragödie, die häufig aufgrund der Masse der Schicksale in der Wahrnehmung verschwimmt, ein menschliches Gesicht, in dem Einzelschicksale beleuchtet werden. Ein spannender, erhellender, kritischer und vor allem menschlicher Zugang zu diesem Thema und ein Lesetipp für all Jene, die Antworten auf aktuelle Fragen haben.

Die ganze Spiegel-Story kann hier nachgelesen werden:

Im neuen SOUL OF AFRICA Museum wird ein Ausstellungsbereich die Migrationsgeschichte von Afrika in die Welt sein. Aus Platzgründen kann dieses Thema zur Zeit nicht ausgestellt werden. Mit diversen Unterstützern Arbeiten wir an einen neuen Museumsstandort.

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