Diaspora

Zwischen 1710 und 1810 wurden mehr als eine Million Sklaven aus West und Zentral Afrika auf englischen, französischen, spanischen und portugiesischen Schiffen von der westafrikanischen Küste in die Amerikas verschifft. Der Sklavenhandel wurde bis ende des 19. jahrhundert in  dieser Region praktiziert. Es wurde einer der größten interkontinentalen Migrationen in der Weltgeschichte. Viele der Sklaven wurden verteilt auf Brasilien, Haiti, Kuba und  Amerika. In ihr Gedächtnis hatten sie ihr afrikanischen Glauben mitgebracht, den sie weiter in der neuen Welt ausgeübt haben, versteckt hinter katholischen Heiligen.

The Vodou Healer

Alle kommen, wenn der Voodoo-Priester seine Gaben an die Seelen verteilt. Einige brauchen Schutz, andere Heilung, manche nur einen Rat. Papa Joe hilft jedem: den Reichen, den Armen, den Anwälten, den Kriminellen, Lehren, Weißen, Latinos und Afro-Amerikanern. Er ist eine Vater-Figur und ein Patriarch. Er ist Papa Joe, the Vodou Healer. Und da sind viele, viele, die seine Hilfe brauchen.

Sean, der großen Ärger mit dem Gesetz hat und ein neues Leben begonnen hat, nachdem er zu Baron Samedi intiiert worden ist. Denise, die Schutz suchte und den Geist Simbi Macaya heiratete. Boombox, das Mitglied einer Motorrad-Gang, der die meiste Zeit seines Lebens hinter Gittern saß, wurde von Papa Joe auf die richtige Spur gesetzt. Die Liste ist endlos. Jeder „Patient“ von Papa Joe hat sein ureigenstes Problem...

The Vodou Healer  handelt von Papa Joe, einem afro-amerikanischen Voodoo-Priester aus den Vororten von Raleigh, North Carolina. Papa Joe wuchs im ländlichen North Carolina unweit der Grenze zu South Carolina auf. Sein Vater glaubte an die Macht der Hoodoo, während seine Mutter eine Pentecostal-Christin war. Papa Joe’s Großvater war ein “Root doctor”.

Als junger Mann zog Papa Joe nach New York und arbeitete als Analyst an der Wall Street. Er besuchte die Pentecostal Wiedergeburts-Kirche in Harlem und predigte in verschiedenen Kirchen von New York City. Eines Tages traf er einen Haitianer in der Bronx, der ihm die Kultur des Voodoo nahe brachte. Der Wendepunkt im seinem Leben...

Er zog nach North Carolina zurück und jobbte in verschiedenen Botanicas. In seinem Haus erbaute er einen Tempel und lud zu Lesungen und spirituellen Sitzungen, in denen er sein Hoodoo-Wissen weitergab. Dann entschloss er sich nach Haiti zu gehen, um Voodoo zu lernen. Sein haitianischer Großvater weihte ihn in die Geheimnisse der Voodoo-Zeremonien ein und ein paar Jahre später wurde er selbst zum Priester ernannt

Jetzt war es an der Zeit, nach Raleigh zurückzukehren und dort einen eigenen Tempel mit eigener Gemeinde zu errichten. Die Menschen kamen in Scharen, mit all ihren Problemen, die sie alleine nicht in den Griff bekamen. Schwarze, Weiße, Mexikaner, Rentner, Ärzte, Kriminelle, Arbeitslose, Reiche, Arme, Behinderte, Obdachlose. Und Papa Joe half allen. Das sprach sich herum wie ein Lauffeuer. PapaJoe wurde schnell zum Star. Die Menschen eilten aus allen Teilen der USA nach Raleigh, um eine Audienz bei ihm zu ergattern. Sein “Planet of the Gods” ist enorm gewachsen und tut es noch. Mittlerweile zählt er über 30 Schreine für seine afrikanischen Götter.

Aus Platzgründen kann dieses Thema zur Zeit nur eingeschränkt ausgestellt werden. Im neuen SOUL OF AFRICA Museum wird diesen Ausstellungsbereich einen größeren Platz eingeräumt. Mit diversen Unterstützern Arbeiten wir an einen neuen Museumsstandort.

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